Naturbeobachtung

Naturbeobachtung und Naturfotografie

Eiderstedt liegt mitten im „Nationalpark Schleswigholsteinisches Wattenmeer“ und ist damit prädestiniert für den Naturliebhaber und -beobachter.
Hier seien nur die interessantesten Stellen aufgezählt.
Am Eidersperrwerk erwartet uns eine Küstenseeschwalben- und Lachmövenkolonie.
Es ist ein faszinierendes Schauspiel, den hübschen Vögeln bei der Brautwerbung oder Aufzucht der Jungen zuzuschauen. Die Küstenseeschwalben legen übrigens jedes Jahr 40 000 Kilometer zurück und man sollte ihnen nicht zu nahe kommen. Sie sind wehrhaft und verteidigen ihre Kolonie sehr offensiv. Ein Spaziergang auf dem nordwestlichen Eiderdeich Richtung Tönning bietet dem Beobachter bei auflaufendem Wasser ein breitgefächertes Artenspektrum. Hier halten sich häufig Säbelschnäbler, viele Entenarten, Alpenstrandläufer und Gänse auf. Überhaupt sind hier je nach Tages- und Jahreszeit viele Arten zu beobachten. Mit Glück sieht man den Seeadler bei der Jagd auf Wasservögel.

Die nachfolgenden Fotos entstanden in der Nähe des NABU im Katinger-Watt

Säbelschnäbler:

Säbelschnäbler bei der Balz
Säbelschnäbler ♂ verjagt eine Löffelente ♀
Säbelschnäbler im Morgennebel
auffliegende Säbelschnäbler

  • Säbelschnäbler bei der Balz
  • Säbelschnäbler ♂  verjagt eine Löffelente ♀
  • Säbelschnäbler im Morgennebel
  • auffliegende Säbelschnäbler

Im Mai bietet sich den botanisch Interessierten ein besonderes Schauspiel: Zwischen Eiderdeich und der Straße vom Sperrwerk nach Tönning blüht nahe dem Beobachtungsturm „Grüne Insel“ eine große Zahl des „Breitblättrigen Knabenkrautes“, ein unvergleichlicher Blütentraum. Selbstverständlich blüht hier auch im zeitigen März der Huflattich.
Der Katinger Wald, auf der ehemaligen Wattfläche der Eidermündung gelegen, hat sich entgegen vieler pessimistischer Erwartungen zu einem richtigen Wald entwickelt. Selbstverständlich ist er nicht mit Buchenwäldern wie Teutoburger Wald oder Hainich zu vergleichen, bietet aber immerhin Lebensraum für einige Pflanzen, Säugetiere und Insekten.

Austernfischer und Brandgans

Austernfischer vertreibt Brandgans

Austernfischer vertreibt Brandgans

kämpfende Haubentaucher

kämpfende Haubentaucher

kämpfende Haubentaucher

Uferschnepfe

Uferschnepfe

Uferschnepfe

Eine der besten Beobachtungsmöglichkeiten Norddeutschlands können wir in der Nähe des „Lina-Hähnle-Hauses“ aufsuchen. Es liegt an der Straße vom Sperrwerk nach St.Peter-Ording und wird vom Naturschutzbund (NaBu) unterhalten. Der Besuch ist ein Erlebnis für die ganze Familie. Unweit des Hauses, in dem wir eine interessante Ausstellung besuchen und das ein breites gefächertes Spektrum an Angeboten für Naturliebhaber aufzuweisen hat, gibt es zwei Beobachtungshütten. Sie sind zwischen zwei künstlichen Erdwällen, die wir auf keinen Fall betreten dürfen, von den Vögeln unbemerkt zu erreichen und bieten exzellente Beobachtungsmöglichkeiten. Man ist sozusagen „mittendrin“ im Geschehen und kann die Vögel hautnah erleben ohne zu stören – wenn man ein paar Regeln beachtet.

Gänse:

badende Weißwangengänse
Ballett - Brandgans mit Austernfischer
Graugans im Abendlicht
Graugans mit Gössel
Graugans - Säbelschnäbler

  • badende Weißwangengänse
  • Ballett - Brandgans mit Austernfischer
  • Graugans im Abendlicht
  • Graugans mit Gössel
  • Graugans - Säbelschnäbler

Die Liste der hier gesehenen Arten ist so lang, dass nur ein Bruchteil erwähnt werden kann: Säbelschnäbler, Graugans, Weißwangengans, Löffler, Mäusebussard, Seeadler, Habicht, Wanderfalke, Spießente, Pfeifente, Uferschnepfe, Alpenstrandläufer, Austernfischer, Zwergsäger, Kiebitz, und, und, und. Im Herbst und Frühling rasten hier Durchzügler wie z.B. Dunkle Wasserläufer und Brachvögel. Wer will, kann beim NaBu ein Fernglas oder noch besser ein Spektiv zu günstigen Konditionen ausleihen.

Für Fotografen empfehlen wir Brennweiten zwischen 100 und 800 mm.

Schwäne:

Singschwan - Aufsicht
Singschwan
Auseinandersetzung - Singschwäne
Zwergschwäne

  • Singschwan - Aufsicht
  • Singschwan
  • Auseinandersetzung von Höcker- und Singschwan
  • Zwergschwäne

Seeadler:

Seeadler
Seeadler mit Brandgänsen
Balzende Seeadler

  • Seeadler
  • Seeadler mit Brandgänsen
  • Balzende Seeadler

Wanderfalke - Habicht - Krickente:

Attacke eines Wanderfalkens ♀ auf einen Habicht ♂, der eine Krickente erbeutet hat

  • Attacke eines Wanderfalkens ♀ auf einen Habicht ♂, der eine Krickente erbeutet hat
  • Habicht mit Krickente
  • Attacke eines Wanderfalkens ♀ auf einen Habicht ♂

Da häufig viel Bewegung herrscht, ist es empfehlenswert, sich möglichst viel Zeit zu nehmen, obwohl es einiger Begeisterung bedarf, in den kalten Hütten auszuharren, wenn draußen die warme Maisonne scheint....Aber wer länger bleibt, hat mehr Chancen. Besonderen Erfolg versprechen die frühen Morgen- und die späten Abendstunden, dann sind die Tiere am aktivsten und die Lichtstimmungen teilweise unbeschreiblich schön – einfach nordisch.
Die Hütten sind inzwischen dem Stadium des „Geheimtipps“ längst entwachsen, weit bekannt und ein echter Renner. Das führt zu Problemen, die man vermeiden kann, wenn folgende Regeln im Sinne des Vogelschutzes und eines harmonischen Sozialverhaltens eingehalten werden:

1. Wie oben erwähnt, NIEMALS die Wälle betreten, man zertrampelt sonst Pflanzen, verstört die Vögel und sieht – nichts.

2. Objektive und Spektive bleiben innerhalb der Hütten. Ein Stativ schafft Ruhe.

3. Wer flüstert und sich langsam bewegt sieht mehr – die Tiere lassen ihre Sinne nicht zu Hause und haben die Hütten im Blick.

4. Wenn man zusammenrückt, können alle Freude und Spaß haben.

5. Wir hinterlassen keinen Müll und schließen vor dem Verlassen der Hütte Türen und Beobachtungsluken.

Wer keine Lust hat, bei schönstem Sonnenschein in der dunklen Hütte zu frieren, sieht auch ein Menge vom Deich aus, vorausgesetzt, man verfügt über ein Spektiv mit Stativ.

Sonnenaufgang an den Vogelbeobachtungshütten

Morgennebel an den Vogelbeobachtungshütten

Weisswangengänse fliegen zu Ihren Schlafplätzen

Eisvogel im Katinger-Watt:

Bildrechte / Fotograf

Hans Katzenberger
28201 Bremen